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Einige sachliche Informationen zur Vogelgrippe

Ist die ganze Insel Rügen abgesperrt?
Nein. Für Menschen ist die ganze Insel frei zugänglich und es gibt keine Einschränkungen im Urlaub.

Die Einrichtung von Sperr- und Schutzzonen ist lediglich eine veterinär-medizinische Maßnahme, um eine Verbreitung des Virus von Wild- auf Hausgeflügel sowie innerhalb von Hausgeflügelbeständen zu vermeiden.

Eine Sperrzone wird in einem Radius von mind. 3 Kilometern um den Fundort infizierter Vögel für einen Zeitraum von 21 Tagen eingerichtet. Innerhalb der Sperrzone besteht Stallpflicht, es dürfen kein Geflügelhandel und keine Geflügelschauen o. ä. stattfinden, Geflügel sowie Bruteier dürfen nicht außerhalb des Betriebs transportiert werden, Geflügeldung und flüssiger Stallmist dürfen den Sperrbezirk nicht verlassen. Die hier befindlichen Geflügelbestände werden besonders intensiv vom Tierarzt untersucht.

Eine Schutzzone ist ein Beobachtungsgebiet, das zusammen mit der Sperrzone einen Radius von mind. 10 Kilometern um den Fundort infizierter Vögel umfasst. Schutzzonen werden für 30 Tage eingerichtet. Bruteier, Geflügel-Dung und flüssiger Stallmist dürfen die Schutzzone nicht verlassen. Während der ersten 15 Tage nach Festlegung der Schutzzone darf Geflügel diese nicht verlassen.

Menschen dürfen sich auch in Sperr- und Schutzzonen frei bewegen.

Wieso wurde Katastrophenalarm auf Rügen ausgerufen?
Dies geschah nicht, weil sich Lage zugespitzt hatte. Laut Grundgesetz darf die Bundeswehr im Innern nur im Katastrophenfall eingesetzt werden. Um weitere Hilfe und personelle Kapazitäten für die Beseitigung der Tierkadaver zu erhalten, war der Ausruf des Katastrophenalarms notwendig. Damit wurde die rechtliche Grundlage geschaffen, die Bundeswehr einsetzen und weitere Hilfe vom Bund erhalten zu können.

Kann man sich auf Rügen an der Vogelgrippe anstecken?
Die Vogelgrippe ist eine Tierseuche! Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen sich mit der Vogelgrippe infizieren, ist extrem gering und nur bei engstem Kontakt mit infizierten Tieren möglich. Es ist wahrscheinlicher, vom Blitz getroffen zu werden. Die häufigste Übertragungsform in Asien ist beim Schlachten infizierter Vögel oder der Verzehr roher Tierprodukte. Das Virus wird weder über die Luft noch durch Wasser übertragen.

Sind alle auf Rügen gefundenen toten Vögel an der Vogelgrippe gestorben?
Nein! Jedes Jahr überwintern tausende Wasservögel auf Rügen. Allein im Bereich der Halbinsel Wittow sind es mehr als 100.000 Tiere. Hiervon sterben jedes Jahr viele hundert an Entkräftung, durch Futtermangel oder weil sie im Eis einfrieren. Ein natürlicher Vorgang, der sich seit jeher Jahr für Jahr wiederholt. Von den ca. 1.500 untersuchten Vögeln waren ca. 6% mit dem Virus infiziert.

Kann man sich auf Rügen noch frei bewegen?
Ja. Rügen ist fast 1000 qkm groß. Nur Fundorte infizierter Vögel werden abgesperrt, bis sie desinfiziert worden sind. Danach können diese Stellen wieder frei betreten werden.

Können Kinder ungefährdet spielen?
Ja, Kinder sollten aber unbedingt wissen, dass tote Tiere keinesfalls angefasst werden dürfen. Stark mit Vogelkot verunreinigte Stellen sollten gemieden werden. Regelmäßig Hände waschen. Die Strände werden im Sommer regelmäßig gereinigt.

Ist es gefährlich, wenn Kinder Strandsand in den Mund stecken?
Nein. In diesen geringen Mengen ist eine Infektion nahezu unwahrscheinlich. Außerdem können die Viren im Vogelkot nur kurze Zeit überleben.

Kann man im Sommer noch baden?
Ja, eine Übertragung durch Wasser ist aufgrund der hohen Verdünnung so gut wie ausgeschlossen. Die toten Tiere (vornehmlich in den Schilfgürtelzonen) werden sofort herausgefischt. Sofern kein direkter Kontakt mit infizierten Kadavern zustande kommt, ist eine reine Übertragung über das Wasser auszuschließen. Daten aus Südostasien zeigen, dass für eine Infizierung des Menschen die Aufnahme einer hohen Virusdosis erforderlich ist. Bei dem hohen Verdünnungsfaktor im Meerwasser wird eine solche Dosis nicht erreicht.

Können die Strände betreten werden? Ja! Es gibt wohl kaum etwas besseres für das Immunsystem als einen ausgiebigen Strandspaziergang!

Sommerurlaub
Behinderungen beim Sommerurlaub sind nicht zu befürchten. Der Strand an den Badeorten wird regelmäßig gereinigt. Übertragungen des Virus über das Wasser der Badestrände sind nahezu auszuschließen. Zudem wird das wasser regelmäßig überprüft, eine Maßnahme, die schon immer vorgenommen wurde.

Können auch Säugetiere, z. B. Haustiere wie Hunde und Katzen, an der Geflügelpest/Vogelgrippe erkranken?
Insgesamt besteht für die Übertragung von H5N1 zwischen Vögeln und Säugetieren eine erhebliche Barriere. Säugetiere und Menschen müssen sehr große Virusmengen aufnehmen, um sich zu infizieren. Pflanzenfressende Haustiere, Rinder und Pferde sind in der Regel nicht gefährdet, sich mit H5N1 zu infizieren. Katzen können sich nur in Extremfällen anstecken, wenn sie große Mengen des Erregers aufnehmen, also z. B. mit infizierten Geflügelfleisch gefüttert werden. Nach gegenwärtigem Stand der Wissenschaft sind Singvögel und Tauben, als mögliche Beute der Katzen, nicht als Überträger des Vogelgrippe-Virus bekannt. Die auf Rügen gefundene Katze war ein Außnahmefall. Das Tier hat offensichtlich große Mengen infiziertes Geflügelfleisch gefressen.
Bei Hunden ist eine Ansteckung noch nicht beobachtet worden. Eine Übertragung von Katzen und Hunden auf den Menschen ist demzufolge noch nicht nachgewiesen worden und dürfte extrem unwahrscheinlich sein. Selbst bei einer Erkrankung scheiden Säugetiere und Menschen nur sehr wenig Virus aus, so dass sich die Erkrankung unter ihnen nicht weiter verbreitet.

Was passiert bei Berührung von Möwen?
Sollten Sie eines der scheuen Tiere durch Zufall berühren, ist es angebracht sich anschließend vorsichtshalber die Hände zu waschen. Bitte bedenken Sie auch, dass bei weitem nicht alle Vögel mit dem Grippevirus infiziert sind.

Wenn man Kot unter den Schuhen hat und dann seine Ferienwohnung betritt – ist das gefährlich?
NEIN! Nur bei Aufnahme hoher Mengen des Virus kann eine Infektion erfolgen. Trotzdem sollten aus hygienischen Gründen die Schuhe und evtl. verschmutzter Fußbodenbelag mit Wasser gereinigt werden.

Wie sollte man sich verhalten, wenn man trotzdem mit Kot oder Kadavern von infizierten Vögeln in Kontakt gekommen ist?
Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem direkten Kontakt mit einem kranken oder toten Vogel bzw. mit Vogelkot oder anderen Ausscheidungen, so sollten die Hände gründlich mit Wasser und Seife gewaschen und verschmutzte Kleidungsstücke in der Waschmaschine gereinigt werden. Auch wenn das Risiko einer Vogelgrippeerkrankung extrem gering ist, sollte bei Grippesymptomen ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Schaffen es die Behörden, die Vogelkadaver umgehend zu entfernen?
Derzeit sind das technische Hilfswerk und die Bundeswehr im Einsatz und entfernen alle gesichteten Kadaver.

Gibt es einen Impfstoff?
Ein Impfstoff muss einen oder mehrere Eiweißstoffe (Antigene) genau des Virus enthalten, gegen das er schützen soll. Mit der Herstellung des Impfstoffs kann erst dann begonnen werden, wenn das Virus, das die Pandemie verursacht, bekannt ist
Allerdings finden schon jetzt wichtige Vorarbeiten statt, damit man im Fall der Fälle so rasch wie möglich mit der Impfstoffproduktion beginnen kann. Es gibt derzeit keinen Impfstoff für Menschen, der gegen diese Viren zugelassen ist. Sollte das Virus sich so verändern, dass es leicht von Mensch zu Mensch übertragen wird, so wird die WHO Empfehlungen zur Impfstoffherstellung aussprechen. Durch eine Impfung mit dem verfügbaren und für die aktuelle Saison angepassten Influenza-Impfstoff ist man zwar nicht vor einer H5N1-Infektion geschützt, aber eine solche Schutzimpfung kann bei entsprechender Symptomatik und Krankengeschichte die Diagnostik erleichtern. Da eine gleichzeitige Infektion mit den derzeit zirkulierenden menschlichen Influenzaviren und dem Vogelgrippevirus A/H5N1 jedoch die Gefahr einer Neukombination beider Viren birgt und damit das Risiko der Entstehung eines von Mensch-zu-Mensch übertragbaren Virus entsteht, kann für Personen, die in den betroffenen Regionen Kontakt zu Geflügel haben könnten, eine Influenza-Schutzimpfung mit dem aktuell zugelassenen Impfstoff erwogen werden. Dabei ist zu beachten, dass eine Influenza-Schutzimpfung erst nach etwa zwei Wochen den vollen Schutz bietet.

Quellen: Robert-Koch-Institut, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz u. a

 

Noch ein wichtiger Link (wird laufend aktualisiert): Robert-Koch-Institut