Insel Rügen

Jagdschloss Granitz

Das 1836 im neogotischen Stil erbaute, etwas trutzig daherkommende und mit Zinnen bewehrte Jagdschloß, gilt als eine Art Neuschwanstein Rügens. Das spätklassizistische Bauwerk, im Auftrag des Fürsten Wilhelm Malte I. zu Putbus, nach Plänen von Schinkel erbaut, diente als Sommerresidenz für dessen Badegäste. Die Legende behauptet dabei, daß der Fürst mit den seinerzeit auf Rügen regierenden Schweden einen Pakt geschlossen haben solle, der besagte, daß derjenige der von seinem Grund aus die Teile der Insel bekommt, die er davon auch sehen könne. Malte I. ließ auf dem ohnehin 107 Meter hohen Tempelberg so hoch bauen, daß er ganz Rügen von dem 38 Meter hohen Aussichtsturm überblicken konnte. Mit seinem überwältigenden Rundblick gehört das Jagdschloß auch heute noch zu den schönsten Aussichtspunkten der Insel.